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Erste Hilfe
Die Erste Hilfe ist uns ein besonderes Anliegen, denn klettern bleibt nun mal bei aller Vorsicht ein SSport mit gewissen Verletzungspotential. Unsere Jugendleiter werden auf ihren jählichen Schulungen und durch die Teilnahme am "Treffen Junger Bergsteiger" immer wieder mit diesem wichtigen Ausbildungspunkt konfrontiert. Aber es ist für alle wichtig die nötigsten Grundtechniken zu beherschen. Also wenn ihr Fargen habt dann fragt entweder uns oder schaut euch folgende kleine Hilfe von www.bergrettung.at an.
Auf jeden fall sollte aber immer ein kleines Erste-Hilfe-Packet mit zum klettern genommen werden. Dieses sollte mindestens enthalten:

1 x Heftpflaster 5m
2 x WS - Mullbinde 4m
1 x WS - Universal - Binde 5m
1 x Dreieckstuch
1 x Pflaster
2 x Zellstoff-Vlieskompressen
1 x Handschuhe
1 x Notwärmedecke
1 x Feuerzeug und Messer



Begehungsstile
Um das Begriffschaos bei der Beschreibung von Begehungsstilen zu entwirren, gibt es hier eine Liste der gängigen Abkürzungen und ihrer Bedeutungen.

Durchführung der Kletterei
RPRotpunktDurchsteigung der Sicherung von unten ohne Belastung der Sicherungspunkte. Dabei dürfen sowohl Kletterschuhe als auch Magnesia benutzt werden.
RKRotkreisMit Sicherung von unten und Ruhen an Sicherungspunkten durch Versuche/Stürze, vom letzten No-hand-rest aus wieder ohne Belastung der Sicherungsmittel.
BPblack pointAm Einstieg stehen oder am Stammtich sitzen und darüber reden wie man die Route klettern würde ;-)
PPpink pointWie RP, aber mit vorweg eingehängten Exen.
AFall freeAlles frei, im Vorstieg, mit Ruhen an Sicherungspunkten, aber Fortbewegung ohne deren Zuhilfenahme.
A0ArtificielMit Stellen künstlicher Kletterei. Im Vorstieg mit Zuhilfenahme von Sicherungspunkten als Griff/Tritt oder über Seilzug, jedoch ohne Leiter
A1-A5Artificialwie A0 nur schwerer und mit Leiterbenutzung
TRtopropeFreie Durchsteigung mit Sicherung von oben.
Vorausinformation
o.s.on sightauf bloßes Ansehen hin, ohne vorherige Detailinformation.
fl.flashmit Vorinformation, aber ohne eigene Kenntnis der Route, in einem Zuge durchstiegen.
Sicherungsbedingung beim Vorstieg
fsfree soloim Alleingang, völlig ungesichert.
upunprotectedin der Seillänge ungesichert, Fixpunkte nur am Stand.
clcleanohne Spuren zu hinterlassen, hakenfrei, aber mit selbst angebrachten Klemmkeilen, Schlingen u.ä. als Sicherung.
npnormal pegsmit Normalhaken, im Vorstieg selbst geschlagen.
bboltsmit Bohrhaken, im Vorstieg selbst angebracht.


Sächsische Kletterregeln
Schon oft musten wir im gespräch mit anderen "Sportkletterern" feststellen, das sich auserhalb "der Zone" Legenden und Mythen um die Sächsischen Kltterregeln ranken. "Elbsandsteingebirge? - Das ist doch da wo alle mit Hanfsseilen in Rissen klettern und wo man nur mit Knotenschlingen sichern darf." Um diesen Irrtum vorzubeugen aber auch um eigende Unkenntnise (zum Beispiel zum Thema Erstbegehungen) zu beseitigen findet ihr hier die Sächsische Kletterregeln in voller Pracht.

"[...] Beim Anbringen von Ringen darf vom Erstbegeher eine entsprechend den Regeln gelegte Seilschlinge oder ein Skyhook als Haltepunkt benutzt werden. Ebenso darf der zum Anbringen des Ringlochs benutzte Bohrer als Haltepunkt dienen. Andere künstliche Haltepunkte, wie Klemmkeile und -geräte, Haken und Seilgeländer, sind beim Ringschlagen nicht erlaubt. [...]"


Kochen mit der Jugendgruppe
Da wir uns auf unseren Fahrten meistens selbst versorgen und bekochen ist es nicht unpraktich sich beim Thema "Essenszubereitung" ein bischen auszukennen. Das es nicht immer nur "Nudeln mit Rot" oder "Reis mit Sch.." geben muss zeigt das JDAV-Kochbuch (1, 1MB). Das Buch enthält nicht nur Tips für gesunde Ernährung sondern zeigt auch wie man für große Gruppen Kocht. Außerdem gibt es jede Menge leckere Rezepte wie zum Beispiel:

Müsliriegel
400g grob geschroteten Hafer, 120g Sonnenblumenkerne, 100g geriebene Nüsse, 90g Sesam, 80g Kokosflocken, 250g Honig, 60g Pflanzenöl
Alle Zutaten mischen und auf einem Backblech ausrollen. 30-40 Minuten bei 100 Grad Backen, im warmen Zustand schneiden.
Bergsport im TV
Im deutschen TV gibt es zwei regelmäsige Sendungen die sich dem Bergsport witmen. Zum einen ist das die Sendung "Biwak" des mdr die man aber in der Berliner Region nur unregelmäßig empfangen kann; hier aber mal die Thermine. Zum anderen gibt es "Bergauf-Bergab" auf Bayern3.
Beide Sendungen sind etwas Heimatbezogen und vieleicht nicht gerade für die Jugend gemacht aber ganz informativ.

Wer es etwas "trendiger" mag der schaut einfach mal hin und wieder bei Eurosport rein die Sendungen "YOZ" und "AdNatura" beschäftigen sich mit vielen Outdoor-Themen.


Packliste
Hier eine Packliste (PDF) für unsere Fahrten. Sie soll nur als Anregung dienen und sollte von niemanden komplett eingepackt werden. Es ist wichtig, dass ihr euch absprecht wer was mitbringt um Redundanz zu vermeiden und das ihr euer Gepäck dem jeweiliegen Ziel der Fahrt anpasst. Bei Fragen wendet euch an den jeweiliegen verantwortlichen für die Fahrt.


Kleine Knotenkunde
Sowohl beim Alpinen Bergsteigen als auch beim Sportklettern gibt es nur eine wenige Knoten. Diese sollten allerdings in jeder Situation  beherrscht werden (Unfall, Wettersturz, Nacht). Nach dem Knüpfen Knoten kräftig festziehen und überprüfen. Seil- bzw. Reepschnurenden mind. 10 cm aus dem Knoten herausstehen lassen, bei Bandschlingen mind. 7 cm. Achten Sie darauf, daß der Knoten schön "gelegt" ist, ein Knoten ist immer "die" Schwachstelle des Seiles (ausgenommen eine scharfe Felskante).
Diese und weitere wichtige Knoten findet ihr bei: www.bergrettung.at

Mastwurf:

Sackstich:


Ankerstich:


Sicherheit und Technik beim Klettern
Die Gefahren beim klettern scheinen für den Ausenstehenden unüberschaubar. Ziel unserer Jugendarbeit ist es aber, durch eine solide Bergausbildung, die Gefahren für jeden einschätzbar zu machen und zu zeigen, dass man bei richtiger beherschung der Technik viele Gefahren mindern kann. Hier also ein kleiner Theorieteil von www.bergrettung.at zum Thema Sicherheit und Technik beim klettern.


Alpines Notsignal
Notsignal:
- in regelmäßigen Abständen sechs mal in der Minute, also alle 10 Sekunden ein Zeichen.
- danach eine Minute Pause, worauf das Notsignal wiederholt wird. Dann wieder Pause usw.

Antwortsignal
- in regelmäßigen Abständen dreimal in der Minute, also alle 30 Sekunden ein akustisches oder optisches Zeichen.
- danach eine Minute Pause, worauf das Antwortsignal wiederholt wird, usw.

Arm und Leuchtzeichen für die Verständigung mit dem Piloten von Luftfahrzeugen:

Zeichen: Beide Arme schräg hoch oder Leuchtzeichen jeder Farbe

Bedeutung:
JA auf abgeworfene Fragen
Hier landen
Wir brauchen Hilfe


Zeichen: Linker Arm schräg hoch, rechter Arm schräg abwärts oder keine Leuchtzeichen

Bedeutung:
Nein auf abgeworfene Fragen
Nicht laden
Wir brauchen keine Hilfe

Die Armziechen leiten sich beim Ja vom Y des engl. Yes, bei Nein vom N des No ab.

Sind Angaben über einen Unfall zu machen, so sollten sie kurz und exakt sein. Man präge sich das 5-W-Schema ein:

Was ist geschehen? (Art des Unfalls, Anzahl der Verletzten)
Wann war der Unfall?
Wo passierte der Unfall, wo ist der Verletzte? (Karte, Führer)
Wer ist verletzt, wer macht die Meldung? (Personalien)
Wetter im Unfallgebiet? (Sichtweite)

Quelle: Alpine Seiltechnik für Anfänger und Fortgeschrittene von Pit Schubert, Bergverlag Rudol Rother, München (2000) & JDAV-Köln


So trägt man seinen Rucksack richtig
Für maximalen Tragekomfort gilt es, den Rucksack exakt einzustellen und richtig zu packen. Ein Schlafsack gehört ins Bodenfach, schwere Gegenstände nah an den Rücken. Kleine Utensilien sind im Deckelfach gut aufgehoben und schnell erreichbar. So liegt der Schwerpunkt dicht am Körper, in Schulterhöhe.

Zum Anpassen den Rucksack am besten mit einem realistischen Gewicht beladen. 1) Zuerst sämtliche Riemen lockern. Dann den Rucksack schultern, den Hüftgurt platzieren und schließen. Dabei sollte die Mitte des Hüftgurts auf dem Hüftknochen liegen und nicht über der Hüfte, da er sonst den Bauch einschnüren würde. 2) Schulterträger festziehen. Nicht zu stramm, denn die Hauptlast liegt auf dem Hüftgurt. 3) Bei Rucksäcken mit dem Deuter Vari-Quick System, durch das sich die Rückenlänge genau anpassen lässt, nun die Position der Schulterträger überprüfen. Die Zugpunkte der grauen Lageverstellriemen sollten auf Höhe des Schlüsselbeines sein. Um diese Position einzustellen 4) das Klettband am Vari-Quick System öffnen und in gewünschter Position durch 4 Befestigungsschlaufen führen. Danach Klettband festziehen und fixieren. Bei richtiger Einstellung umschließen die Schulterträger exakt die Schultern. 5) Anschließend die Stabilisierungsriemen am Hüftgurt festziehen und die Lageverstellriemen an den Schulterträgern anziehen, das ergibt einen besseren Kontakt zum Rücken und mehr Stabilität in schwierigem Terrain. Zum besseren Belüften des Rückens lässt man die Lageverstellriemen etwas nach. 6) Zuletzt den Brustgurt schließen um den Sitz der Schulterträger zu optimieren.

Quelle: www.deuter.com
Kletterschwierigkeitsgrade